Ausbildung Mediation: Curriculum 2022

Die Anmeldung ist schriftlich bei der Universität Heidelberg möglich.
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Modul 1: Grundlagen und Verfahren

24 Stunden, Leitung: Lis Ripke

Mi., 09.02. - Sa., 12.02.2022

950,00 €

Modul 2: Gesprächsführung und Kommunikationstechniken in der Mediation

18 Stunden, Leitung: Lis Ripke

Sa., 12.03. - Mo., 14.03.2022

580,00 €

Modul 3: Verhandlungstechniken in der Mediation

12 Stunden, Leitung: Lis Ripke

Fr., 25.03. - Sa., 26.03.2022

390,00 €

Modul 4: Konfliktkompetenz für Mediatoren

12 Stunden, Leitung: Thomas Ruettgers

Fr., 06.05. - Sa., 07.05.2022

390,00 €

Modul 5: Mediation und Recht

18 Stunden, Leitung: Lis Ripke

Do., 23.06. - Sa., 25.06.2022

580,00 €

Modul 6: Ablauf / Rahmenbedingungen I

12 Stunden, Leitung: Frank Glowitz

Fr., 22.07. - Sa., 23.07.2022

390,00 €

Modul 7: Ablauf / Rahmenbedingungen II

12 Stunden, Leitung: Dagmar Lägler

Fr., 23.09. - Sa., 24.09.2022

390,00 €

Modul 8: Persönliche Kompetenz, Haltung und Rollenverständnis

12 Stunden, Leitung: Lis Ripke

Fr., 21.10. - Sa., 22.10.2022

390,00 €


 

Fortbildungsseminare gemäß §3 ZMediatAusbV

Die Anmeldung ist schriftlich bei der Universität Heidelberg möglich.
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Mediation im System Familie

15 Stunden, Leitung: Dagmar Lägler, Thomas Rüttgers

Fr., 25.02. - Sa., 26.02.2022

450,00 €

Offene Gruppensupervisionen (Fortbildung nach §3 ZMediatAusbV)

6 Stunden, Leitung: Lis Ripke

Fr., 18.03.2022

190,00 €

Kann optional für Erwerb der Lizenz BM® genutzt werden (2.8 Ausbildungsrichtlinie)

Interkulturelle Mediation

15 Stunden, Leitung: Dr. Eva Schwittek und Christian von Baumbach

Fr., 13.05. - Sa., 14.05.2022

450,00 €

Kultur als Sehweise ist komplex und für die Konfliktarbeit lohnend. Das Seminar macht mit verschiedenen wichtigen Begriffen, Tools und Ebenen interkultureller mediation vertraut. Weitere Beschreibung siehe Flyer. 

Grundlagen der Mediationssupervision

30 Stunden, Leitung: Frank Glowitz, Lis Ripke und Dagmar Lägler

Mo., 17.01. - Di., 15.02.2022

1600,00 €

Block I:             17.01.2022 8:00 - 18:00 Uhr

                        18.01.2022 8:00 - 18:00 Uhr

Block II:            14.02.2022 9:00 - 18:00 Uhr &

                                        19:00 - 21:00 Uhr

                        15.02.2022 9:00 - 15:00 Uhr

Ziel

Reflexion des eigenen mediatorischen Handelns bezüglich Struktur, der eigenen Rolle und des persönlichen Konfliktverhaltens sollte selbstverständlicher Bestandteil des Qualitätsmanagements jedes Mediators sein. Obwohl viele Parallelen zur Mediation bestehen, ist die Methode der Supervision eigenständig. Das Ziel der Fortbildung ist es daher, Mediatoren und Mediationsausbilder in dieser Methode zu qualifizieren. Mediationssupervision ist in verschiedenen Settings anwendbar: Im stillen Kämmerlein vor, nach oder während einer Mediation, als Reflexionsmethode in Peergruppen, als berufliche Spektrumserweiterung in der Rolle des bezahlten Supervisors bei Einzelsupervision oder für geschlossene / offenen Gruppen. Die Supervisionsmethode ist hilfreich sowohl im Ausbildungskontext, als später in Erfüllung der DIN EN ISO 9000 - 9004 zur Qualitätssicherung einer Dienstleistung.

Zielgruppe

Die Fortbildung wendet sich an reflektierte Praktiker – mit abgeschlossener Mediationsausbildung und aktiver Beschäftigung mit mediativ gelaufenen Fällen von in der Regel mindestens 5 Jahren. Die Teilnehmer sollten bereit sein, sich in diesen Fällen auch entsprechend zu zeigen und mit konkreten eigenen Fällen in der Ausbildung zu arbeiten.

 

Methodik

Die am Heidelberger Institut praktizierte Methodik des Tell – Show – Do ist Grundlage für die Supervisionsausbildung. Neben der Vermittlung theoretischer Grundlagen werden Supervisionsmethoden vorgestellt und demonstriert; danach werden die Teilnehmer anhand der eigenen Fälle das Qualitätstool der Supervision anwenden und dazu die konstruktive Rückmeldung der Leiter und der Gruppe erhalten.

Inhalt des Seminars

In der Ausbildung werden zunächst die Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Supervision und Mediation herausgearbeitet. 

Auch die Supervisionsfortbildung arbeitet mit den Paradigmen der Mediation: Veränderungsbereitschaft, Prozessorientierung und Ergebnisoffenheit. Für Ergebnisse sind, analog zur Mediation, vor allem die den Fall einbringenden Mediatorinnen und Mediatoren, für den Prozess ist der Supervisor (bzw. Leiter Peergruppe) verantwortlich. 

Durch Strukturierung, Rahmensetzung, Rahmenverschiebung (Reframing), Anwendung von geeigneten Gesprächs- und Gruppenmoderationstechniken führt der Supervisor durch das Verfahren. Der Nutzen der Supervision kann auch darin bestehen, allzu große emotionale Nähen und Distanzen im Fall durch die ressourcenorientierte Beschäftigung mit Lebens- und Berufsbiografie zu verstehen und wieder in Balance zu bringen. Den Mediatorinnen und Mediatoren wird es auf diese Weise ermöglicht, ihre Kenntnisse und Fähigkeiten wieder auf den Konfliktfall in der Mediation anzuwenden.  

Dem Supervisionsansatz liegt ein Systemisches Verständnis zu Grunde. Demnach werden in den Fällen so wie im Handeln der Mediatorinnen nicht Defizite sondern Ressourcen und Funktionslogiken identifiziert. Methodisch bedeutet dies auf Gruppenebene die Nutzung aller Kompetenzen aus den Reihen der Supervisandinnen und Supervisanden. Ausgehend vom Grundmodell der Supervision mit Schwerpunkt auf der Erarbeitung der persönlichen Fragestellung werden für die Bearbeitung der Fragestellung entsprechend der Frage verschiedene Methoden eingeführt, wie z.B.

  • Hypothesenbildung
  • Familien-, bzw. Organisationsbrett
  • Die Arbeit mit Stellvertretern
  • Timeline
  • Videofeedback
  • Reflecting Team
  • Blitzlicht

Im Seminar wird das Supervisionsmodell des Heidelberger Instituts vorgestellt.

Besonderheiten der Gruppensupervision und Einzelsupervision sind ebenfalls Inhalt des Seminars.


 

Werkstatt-Tage

Die Werkstatt-Tage sind je nach Interesse einzeln buchbar. Sie finden, wenn nicht anders vermerkt, von 17.00 - 21.00 Uhr im Heidelberger Institut für Mediation in der Mönchhofstraße 11 statt.

Die Anmeldung ist online direkt beim Heidelberger Institut für Mediation möglich.
Klicken Sie auf den Button für die Anmeldung.

Großer Bruder – kleine Schwester - Prägungen durch die Geschwister -

4 Stunden, Leitung: Thomas Rüttgers

Mo., 07.02.2022

140,00 €

 

Großer Bruder – kleine Schwester

- Prägungen durch die Geschwister -

 

Du bist wie Deine Mutter!  – Du bist wie Dein Vater! So oder so ähnlich haben Sie es vermutlich auch schon mal von Dritten gehört. Wieso eigentlich? Und warum nicht: Du bist wie Dein Bruder! – Du bist wie Deine Schwester!

In der Psychologie herrscht seit der Gründerzeit rund um Sigmund Freud ein Schwerpunkt auf der vertikalen Perspektive in der Generationenfolge – Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel …

Wenn es um die Frage der Prägung geht, schauen wir gewohnheitsmäßig auf die Eltern-Kind-Beziehung, da ja die Eltern die maßgeblich Erziehungsverantwortlichen sind. Doch hält dieses Bild wirklich einer genaueren Überprüfung stand. Ist diese Perspektive in Ihrer Ausschließlichkeit nicht vielleicht zu eindimensional?

In diesem Workshop wollen wir zweierlei tun:

  1. Uns mit den eigenen Geschwisterbeziehungen beschäftigen und
  2. Die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen in der Mediation beleuchten.

* Thomas Rüttgers, Mediator BAFM gehört zum Trainerteam des HIM.